2002
Durch sehr gute Kontakte zum Schalmeienorchester Löbejün war es ab April 2002 möglich, bei einer Probe in Löbejün dabei zu sein. Der Vorstand des Schalmeienorchesters bot seine Hilfe zum Erlernen der Noten an.
Besonders Werner Göricke ist es zu verdanken, dass einigen interessierten Spielern aus Crüchern die wesentlichsten Kenntnisse in Sachen Noten beigebracht wurden.
So konnte das erste Lied, „Frühlingsgruß“, anhand von Noten eingeübt werden.
Vielen, vielen Dank an die Musiker aus Löbejün.
2003
Im Januar diesen Jahres war das Team des MDR- Fernsehens von „Außenseiter- Spitzenreiter“ zu Gast in Crüchern. Es wurde ein Beitrag abgedreht zum Thema: - Gibt es eine Musikformation, deren Musiker keine Noten können -.
Dies war für alle Beteiligten ein ganz besonderes Erlebnis. Zum Ersten mal konnte die Schalmeienkapelle im Fernsehen betrachtet werden, obwohl zu dieser Zeit ja bereits nach Noten geprobt wurde. Zu dieser Zeit betrug der Stand der Mitglieder stolze 49 Aktive.
Am 31. Mai feierte das Schalmeienorchester mit vielen befreundeten Musikern und Formationen, das 40- jährige Bestehen in Crüchern.
In diesem Jahr nahm die Schalmeienkapelle wieder nach 14 Jahren an einem Ausscheid teil. Es führte sie nach Freyburg/ Unstrut, wo der Landesmusikverband Sachsen- Anhalt ein Landeswertungsspielen veranstaltete.
Dort starteten wir in der Gästeklasse und wurden mit der Note „GUT“ bewertet.
Das gab Hoffnung und wir wussten, dass der eingeschlagene Weg richtig war.
Vorgetragen wurden: Die Dorfmusik, Frühlingsgruß, Crücherner Volksweisen und Trompetenecho.
2004
Eine zweite Reise ins Ausland führte uns im Mai 2004 für insgesamt 12 Tage nach Spanien.
Es wurde eine Konzertreise in mehrere Städte unternommen, wie zum Beispiel Calella, Santa Susanna und Barcelona.
Beim Internationalen Wertungsspielen in Calella wurde eine Silbermedaille errungen. Natürlich blieb für uns auch genug Zeit sich zu erholen, sowie für ein gemütlichens Beisammensein.
Im gleichen Jahr wurden wir nach Stolberg in NRW zum dortigen Landeswertungsspielen des Landesfeuerwehrverbandes NRW eingeladen.
Bei der Wertung wurde der Landesmeistertitel eingefahren. Wir waren stolz auf unsere kleinen Erfolge, die ohne Notenkenntnis nicht zu erreichen währen.
Somit wurde auch die Qualifikation zum Bundeswertungsspielen für 2005 sichergestellt.
Betrug die Anzahl der Aktiven im Jahr 2003 noch 49, so ist im diesen Jahr ein drastischer Rückgang an Spielern zu verzeichnen.
Einige sind verzogen, andere schafften es arbeitsbedingt nicht mehr an den Proben teilzunehmen und verloren dadurch die Lust am Musizieren.
Auch bedingt dadurch, dass nun alle Musikstücke strikt nach Noten eingeübt wurden und somit die Arrangements schwieriger wurden.
Die Mitgliedszahl betrug zu dieser Zeit ca. 37 Spieler.
2005
Im Mai 2005 war es dann soweit.
In Alsfeld, Bundesland Hessen, wurde das Bundeswertungsspielen des Deutschen Feuerwehr Verbandes durchgeführt. Trotz monatelanger Proben konnte beim Bühnenspiel nur eine Bronzemedaille erzielt werden. Unterstützt wurden wir durch einige Spielleute aus Löbejün, da ja seit längeren eine Freundschaft zwischen unseren beiden Vereinen bestand und jährliche, gemeinsame Trainingslager stattgefunden haben.
Die Mitgliederzahl hat sich zu der Zeit auf etwa 32 spielende Kameradinnen und Kameraden eingepegelt.
Im Oktober diesen Jahres trat man auch in das „Auswahlorchester Schalmeien“ ein.
Als erste Spieler nahmen Thomas Hillegeist und Norbert Ostwald an einem Wochenende am Trainingslager in Bad Schmiedeberg teil.
2006 bis 2007
Durch intensive Proben und zusätzliche Trainingslager in Löbejün sowie in Wohlsdorf wurden die älteren Musikstücke, die z.T. selbst arrangiert waren, durch neue Arrangements ersetzt.
Zur Auswahl standen jetzt auch viele sehr gute Musikstücke aus dem Auswahlorchester.
Spieler, die nicht oft zur Probe kommen konnten, verließen die Kapelle.
Denn wer 3 oder 4 Proben verpasste, konnte ohne Notenkenntnis nicht mehr folgen.
Somit erreichte man einen Spielerstand von nur noch 28 Aktiven.
Trotzdem gab man nicht auf. Wir bereiteten uns intensiv auf das Wertungsspielen des Landesmusikverbandes Sachsen- Anhalt vor, wo der Verein ab 2007 als Mitglied aufgenommen wurde.
In Dardesheim fanden die 9. Landesmeisterschaften statt. Durch eine falsche Titelauswahl, wie wir aus dem Gespräch mit den Juroren entnehmen mussten, reichte es wieder nur zum Vizemeister hinter dem Barneberger Schalmeienorchester 1956 e.V..
Es wurden folgende Stücke gespielt: 1. South American Dancing, 2. The Lion Sleeps Tonight, 3. Stimmung pur, 4. Sierra Madre.
Enttäuscht, aber nicht ohne Ziel für 2009, verließen wir Dardesheim.
2008
Das Jahr 2008 stand ganz im Zeichen der Vorbereitung der Wertungsspiele für 2009.
Als einziges Orchester aus Sachsen- Anhalt sollten wir uns vorbereiten, für das 10. Bundeswertungsspielen in Celle/ Niedersachsen.
Erstmalig wurden Musikstücke in der Kategorie Oberstufe, Klasse 4 vom Deutschen Feuerwehrverband vorgeschrieben.
Eine intensive Vorbereitung mit Trainingslagern, Einzelproben und vielen zusätzlichen Probeeinheiten standen auf dem Programm.
Zudem ist es nicht die einzige Wertung, die gespielt werden sollte.
Ebenfalls stand die Landeswertung beim LMV auf dem Plan für 2009.
Einigen Spielern verließ sogar der Mut, da die ausgewählten Stücke sehr schwierig waren und somit jede Menge Zeit und Ausdauer erforderten.
Trotz aller intensiven Vorbereitung feierten wir mit vielen befreundeten Orchestern das 45- jährige Bestehen unserer Schalmeienkapelle
im Juni 2008 auf dem Gelände der Freilichtbühne in Wohlsdorf.
2009
Nach einem Jahr intensiver Vorbereitung war es dann im Mai soweit.
Das 10. Bundeswertungsspielen findet vom 01. bis 03. Mai in Celle statt.
Eine Unterkunft und außergewöhnlich hervorragende Betreuung fanden wir bei der Ortsfeuerwehr in Westercelle.
Die Wertungen auf Bühne und Marsch wurden am Samstag durchgeführt. Gespielt haben wir in der Konzertwertung: Schalmeienklänge und Mars der Medici. In der Bewegung (Marsch) wurde das Stück Military Escort vorgetragen. Das Ergebnis am nächsten Tag war für uns überwältigend.
Am Ende hieß es dann zweimal GOLD. Dazu noch den Pokal für die beste Bühnenwertung. Die lange mühevolle Vorbereitung hat sich ausgezahlt und wurde belohnt.